Geschichte

Gründung:

 

Die Gründer des Sportclubs 1956 hatten sich zum Ziele gesetzt, die körperliche Ertüchtigung der Mitglieder zu ermöglichen und die Kameradschaft zu pflegen. Interne Meisterschaften in der Leichtathletik sowie Gebirgs- und Skikurse gehörten fest zum Jahresprogramm. An Grümpelturnieren versuchten sich zahlreiche Mitglieder bereits recht erfolgreich als Fussballer. Erstaunen mag daher folgendes Zitat aus dem ersten Jahresbericht von 1957: “Unter sportliche Betätigung fallen auch Wanderungen. Die heutige Jugend interessiert sich leider nicht mehr für Märsche in Gottes freier Natur. Es kommt viel vor, dass Fremde nicht nur das Wallis, sondern auch den Bezirk Visp besser kennen als wir Eingeborene.“ Zudem merkten die Verantwortlichen bald, dass viele Mitglieder vom Fussballvirus befallen waren und ihren Lieblingssport halt in Visp ausübten. In der Saison 1958/59 trugen 19 Laldner die Farben des FC Visp. So beschloss der Vorstand des Sportclubs die Gründung eines Fussballclubs voranzutreiben. An der 3. GV vom 30. Januar 1959 stand das Thema auf der Traktandenliste. Weil fast alle Anwesenden von dieser Idee begeistert waren, hoben sie den FC Lalden aus der Taufe. Louis Imstepf, der Gründungspräsident des Sportclubs, prophezeite: “Im Sport können kleinere Dörfer ebenso Erfolg haben wie die Städter. Zusammenhang und Dorfgeist vermögen Wunder zu wirken.“ Der Aktuar hielt im Protokoll fest: “Damit hat das kleine Dörfchen Lalden einen Fussballclub erhalten, in der Hoffnung, dass die Jugend dadurch geistig und körperlich erstarke, durch einwandfreies, kameradschaftliches Verhalten die Bande der Freundschaft enger knüpfe und so dem Wohle der Bevölkerung und der Gemeinde diene“.

Um das 450 Einwohner zählende Dorf nicht mit einem zusätzlichen Verein zu belasten, integrierten die Gründer den Fussballclub in den Sportclub.

Da Louis Imstepf seit 1952 bereits Mitglied des Zentralvorstandes des Walliser Fussballverbandes war, durfte er keinen Fussballclub präsidieren. Deshalb versammelten sich die Mitglieder bereits am 2. Februar wieder und bestellten folgendes Komitee für den Start ins Fussballzeitalter:

Präsident Josef Andereggen
Vizepräsident Leo Wyer
Aktuar Leo Stocker
Kassier Ignaz Truffer
KTV Josef Schnydrig

 

Der Eintritt in den Verein kostete Fr. 5.-, der Jahresbeitrag wurde für jedes Mitglied auf Fr. 2.- festgelegt. Folgende 40 Personen bestätigten ihr Mitmachen in der Fussballabteilung mit ihrer Unterschrift:

 

Imstepf Louis, sen.

Andereggen Josef

Zeiter Pius

Wyer Leo

Heinen Anton

Fercher Werner

Heinen Siegfried

Ritz Leo

Ritz Josef

Zeiter Arnold

Henzen Josef, jun.

Ritz Ernst

Ritz Simon

Zeiter Johann

Zeiter Franz

Truffer Walter

Pfammatter Josef

Hutter Werner

Zeiter Martin

Albrecht René

Truffer Ignaz

Schnydrig Josef

Zeiter Viktor

Stocker Leo

Zeiter Otto

 Crettaz Ulrich

Lochmatter Erich

Truffer Ernst

 Millius Willy

Andereggen Viktor, sen.

Imstepf Bernhard

 Heinen René

Truffer Ludwig, sen

Imstepf Anton

Fercher Hans

Gasser Theophil

Truffer Martin

Gasser Friedrich

Zeiter Markus

Imstepf Pius

   

 

1959 - 1969

 

1.Mannschaft

Die 1. Mannschaft wurde von Louis Imstepf trainiert und gab gleich in der ersten Saison ein kräftiges Lebenszeichen von sich. In der Meisterschaft holte sie mit nur einer Niederlage 22 von 24 möglichen Punkten und durfte so die Aufstiegsspiele bestreiten. Gegen die Unterwalliser Vertreter Montana, Vouvry, Evolène und Bagnes schaute nach 4 Runden mit 2 Siegen, 1 Unentschieden und einer Niederlage der 3. Platz heraus. Dies berechtigte zum Aufstieg in die 3. Liga.

 

von hinten links:
1969/1960

 

von hinten links:

Josef Andereggen (1. Präsident), Arnold Zeiter, Markus Margelist, Peter Imstepf, Ignaz Truffer(1. Kassier und 2. Präsident), Leo Stocker(1. Aktuar), Josef Pfammatter

 

 

von vorne links:

Werner Fercher, Viktor Zeiter, Leo Wyer, Louis Imstepf(Trainer), Martin Truffer.  Auf dem Bild fehlen die Kaderspieler Werner Hutter, Bernhard Imstepf, Remo Margelist, Ernst Henzen, Martin Zeiter

 

Auch im Walliser Cup avancierte Lalden zum Favoritenschreck. Zwei 3.-Ligisten und zwei 2.-Ligisten mussten ins Gras beissen. Erst die Reserven des Nationalliga B-Vereins Sitten bedeuteten im Halbfinal Endstation.

 

Für einen Neuling unter den Fussballvereinen war diese Bilanz aussergewöhnlich. Wenn man aber weiss, dass praktisch alle Spieler früher schon beim FC Visp spielten und dass ihr Trainer mit Visp 2.-Liga Meister wurde und mit Grimisuat in die 3. Liga aufstieg, so ist der Erfolg auch erklärbar.

In den 21 Ernstkämpfen kamen insgesamt 19 Spieler zum Einsatz. Zu dieser Zeit war höchstens eine Auswechslung pro Spiel erlaubt und dies nur während der ersten Halbzeit bei Verletzung eines Spielers. Mit Peter Imstepf und dem 17-jährigen Werner Fercher waren bloss 2 Akteure bei allen Pflichtspielen dabei. Am treffsichersten war Kassier und Mittelstürmer Ignaz Truffer.

 

In den folgenden Jahren entpuppte sich die 1. Mannschaft als solides 3. Liga-Team. Während der ersten fünf Jahre klassierte sich „Z’eini“ stets in den ersten 4 Rängen. In der Saison 61/62 erreichte es mit dem 2. Platz das Spitzenergebnis der ersten 20 Vereinsjahre, dies obwohl das Team während der ganzen Meisterschaft keinen einzigen Elfmeter treten durfte. Mit 3 Punkten Rückstand auf den FC Lens und 3 Punkten Vorsprung auf den FC Visp, hatten die Laldner aber immerhin die Genugtuung, Nachbar Visp erstmals hinter sich gelassen zu haben. Da sich die Spieler der beiden Nachbarvereine bestens kannten, versteht es sich, dass die Derbys jeweils zu den Saisonhöhepunkten gehörten. Siege an den Mannschaftsturnieren in Montana und Dürrenast/Thun waren willkommene Zugaben und stärkten das Selbstvertrauen.

 

1962/1963
1962/1963

 

von hinten links:

Louis Imstepf(Trainer), Martin Truffer, Markus Margelist, Arnold Zeiter, Peter Imstepf, Konrad Pfammatter, Amandus Truffer, Marco Hutter, Leo Wyer,

 

 

von vorne links:

Viktor Zeiter, Ignaz Truffer, Josef Pfammatter, Ulrich Schnydrig, Werner Fercher,

 

In der Saison 64/65 sorgte man zudem im Schweizer Cup für Furore. Die 2. Liga-Mannschaften aus Brig (2:0), St. Maurice (4:3) und Siders (3:2) hatten gegen Lalden das Nachsehen. In der 2. Hauptrunde musste die Mannschaft auswärts beim 1. Liga-Verein Vevey bei strömendem Regen die Segel streichen. Die gebotene Leistung fand aber in der welschen Presse lobende Anerkennung.

 

1966 begann dann eine längere Leidenszeit für den FC. Das Spielfeld im Finnenbach genügte den Ansprüchen in keiner Weise mehr und so mussten alle Heimspiele auf dem alten Platz “ Englisch-Gruss“ des FC Brig austragen werden. Da zu der Zeit die Mobilität noch nicht so ausgeprägt war wie heute, bedeutete dies für die Fussballer weniger Unterstützung, fehlende Matcheinnahmen und höhere Reisespesen. Zudem versuchten mit Werner Fercher und Viktor Zeiter zwei junge Teamstützen ihr Glück beim FC Brig in der 2. Liga und andere bewährte Kräfte hatten mit Verletzungen zu kämpfen. So machten die Laldner erstmals mit dem Abstiegskampf Bekanntschaft. In letzter Minute konnten sie aber den Kopf aus der Schlinge ziehen. Dies war die letzte Saison von Louis Imstepf als Trainer der 1. Mannschaft.

 

Seine Nachfolger wurden die beiden Rückkehrer Werner Fercher und Viktor Zeiter. Auf Anhieb konnte Lalden wieder an der Spitze mithalten. Obwohl wieder alle Spiele auswärts auf dem Sportplatz Mühleye in Visp ausgetragen wurden, reichte es zum 4. Schlussrang.

In den folgenden Saisons zeichnete Viktor Zeiter allein für das Training verantwortlich. Es wurde für ihn aber immer schwieriger, eine schlagkräftige Mannschaft aufs Feld zu bringen. Die Spieler der Anfangszeit kamen in die Jahre und einer nach dem andern beendete seine Aktivlaufbahn. Zudem mussten in den Saisons 67/68 und 68/69 die Heimspiele erneut auswärts ausgetragen werden. Während diesen 2 Spielzeiten diente eine Wiese in den Seewjinen in Visp als “Fussballplatz“. Für die Saison 67/68 schaute der 9. Platz heraus, der Abwärtstrend war nicht zu übersehen.

 

So kam es dann wie es kommen musste. Die Saison 68/69, also die zehnte, brachte den Abstieg in die 4. Liga. Da konnte auch Neumitglied und Fan Pfarrer Anton Clavioz mit seiner lautstarken Unterstützung nichts daran ändern. Erfreulicherweise blieb aber die Kameradschaft in der Mannschaft in dieser Krisenzeit intakt.

 

1968/1969
1968/1969

 

 

von hinten links:

Gabriel Wyer, Konrad Pfammatter, Viktor Zeiter, Werner Crettaz, Urs Schnydrig, Louis Truffer, Ulrich Schnydrig,

 

von vorne links:

Martin Truffer, Marius Wyer, Rudolf Hutter, Josef Wyer, Marco Hutter

 

 

 

2.Mannschaft

In der Saison 60/61 nahm sie erstmals an der Meisterschaft teil. Im folgenden Jahr musste die Mannschaft aus der Meisterschaft zurückgezogen werden. Die Saisons 65/66 und 68/69 liess die 2. Mannschaft aus. In vielen Generalversammlungen gab es Diskussionen, ob die Mannschaft angemeldet werden solle. Spieler wie Hans Hutter, Norbert Zeiter und Josef Henzen übernahmen dann meist die Verantwortung und organisierten irgendwie die erforderliche Anzahl Spieler. Trotz dieser meist misslichen Umstände dürfte aber auch diese Mannschaft ihren Zweck erfüllt haben. Neben der körperlichen Ertüchtigung und der Pflege der Kameradschaft verhalf sie auch vielen Spielern zu bleibenden Erinnerungen.

 

1960
1960

 

 

von hinten links:

Beat Vogel, Hans Fercher, Arnold Hutter, Paul Martig, Karl Gasser,

 

 

vorne von links:

Hans Hutter, Josef Andereggen, Josef Ritz, Norbert Zeiter, Alois Andereggen, Ernst Ritz

 

Junioren

Die Junioren starteten im ersten Vereinsjahr in der Kategorie A 2. Stärkeklasse. Trainiert wurden sie von Leo Wyer. Resultatmässig konnten sie mit den Besten nicht mithalten. Dafür durften sie bereits im ersten Jahr mit 0 Strafpunkten den Fairnesspreis vom Walliser Fussballverband in Empfang nehmen.

 

Da Leo Wyer in der ersten Mannschaft das Tor hütete, brauchte es für die Spiele zusätzliche Betreuer. Gemeindevizepräsident Anton Zeiter und Alex Imstepf stellten sich viele Jahre als Juniorenbetreuer zur Verfügung. Alex besorgte mit dem VW-Bus seines Bruders Pius lange Zeit auch den Transport an die Auswärtsspiele. Die von Alex vor den Spielen jeweils herausgegebene Parole “hart aber fair“ dürfte noch vielen Beteiligten in guter Erinnerung sein. Erst 1968 werden im Protokollbuch mit Gody Schnydrig und Erwin Hutter zwei neue Coaches für die Junioren erwähnt. Als Trainer amteten meistens Komiteemitglieder oder Aktivspieler. Nach Leo Wyer sind dies Josef Andereggen, Viktor Zeiter, Werner Fercher, Uli Schnydrig, Josef Henzen, Walter Kuonen und Marco Hutter.

 

Fussballerisch war die Saison 61/62 mit Rang 2 die Erfolgreichste.

 

Im Vorunterrichtswesen, dem Vorgänger des heute bekannten Jugend und Sport, musste gegen Ende der Saison eine Prüfung abgelegt werden. In der Saison 62/63 reichte es den Junioren in diesem Test zum 1. Rang im Kanton Wallis. Dafür durften sie einen vom Staatsrat gestifteten Wanderpreis in Form einer Bronzestatue in Empfang nehmen. Die erfolgreichsten Punktesammler waren Viktor Zeiter, Marco Hutter und Louis Truffer.

 

Einen vom Walliser Fussballverband organisierten Orientierungslauf gewannen in der Saison 67/68 die Junioren A mit Remo Hutter, Bruno Hutter, Emil Wyssen und Peter Kuonen.

 

Während all der Jahre gab es immer wieder Probleme, genug Spieler zu rekrutieren, um eine Meisterschaft durchzustehen. 1965 hielt der Protokollführer dazu folgendes fest: “Wer die Wahl hat, hat die Qual. Dies gilt bei uns nicht. Wir leiden grosse Qual, weil wir keine Auswahl haben. Da heisst es nur, alles was Beine hat, muss mitmachen.“ So waren denn Spieler aus den umliegenden Gemeinden stets willkommen. Es wurden aber immer alle Meisterschaften zu Ende gespielt, auch wenn man das eine oder andere Mal nicht mit Vollbestand antreten konnte.

1959
1959

 

 

von hinten links:

Werner Fercher, Hans Fercher, Pius Zeiter, Viktor Zeiter, Ulrich Crettaz, Willy Millius, Josef Henzen

 

von vorne links:

Konrad Pfammatter, Markus Zeiter, Peter Wyer, René Heinen, Leo Wyer (Trainer), Ernst Gasser. Auf dem Bild fehlen: Franz Crettaz, Otto Leiggener, Ulrich Schnydrig, Klaus Andereggen, Karl Gasser, Ernst Truffer

 

1969 - 1979

 

1.Mannschaft

Nach 10 Jahren fand sich die erste Mannschaft also in der 4. Liga wieder. Aber genau wie damals setzte sie zu einem fulminanten Sololauf an.

1969/1970
1969/1970

 

von hinten links:

Konrad Pfammatter, Marius Wyer, Gabriel Wyer, Gottfried Schnydrig, Urs Schnydrig, Werner Fercher, Ulrich Schnydrig, Walter Kuonen (Präsident)

 

vorne von links:

Anton Fercher, Klaus Andereggen, Beat Heynen, Thomas Hutter, Werner Crettaz, Viktor Zeiter (Trainer)

 

Unter der Regie von Spielertrainer Viktor Zeiter, welcher im Verlauf der Saison das A-Diplom als Trainer erlangte, und motiviert durch den neuen Sportplatz, holte sie aus den 16 Spielen 31 Punkte. Nur Raron 2 wurde im Hinspiel ein Unentschieden zugestanden. Von den folgenden 5 Aufstiegsspielen gewann das Team deren 3 und stieg somit direkt wieder in die 3. Liga auf. In dieser Liga war 70/71 Lalden die einzige Oberwalliser Mannschaft. Im Verlauf der Saison wurde Marius Wyer an den FC Raron in die 1. Liga ausgeliehen. Die Vorbereitung auf die Rückrunde war wie immer stark vom Wetter abhängig, da in Lalden keine Turnhalle zur Verfügung stand. Das Ziel Ligaerhalt konnte nicht erreicht werden. Fehlendes Glück, mangelhafter Trainingsfleiss und die “Unterwalliser Allianz“ wurden als Gründe für den Misserfolg angegeben. Diesmal dauerte der Aufenthalt in der 4. Liga etwas länger. In den folgenden 5 Jahren schaute mit den Rängen 3, 2, 3, 2 und nochmals 2 zwar stets ein Spitzenplatz heraus, aber zum Aufstieg reichte es nicht. In dieser Phase hörten mit Viktor Zeiter und Werner Fercher die letzten zwei Spieler aus der Gründungsmannschaft von 1959 auf. Viktor übergab im Winter 1973 das Traineramt an Marius Wyer, half aber als Spieler noch bis 1975 in der ersten Mannschaft aus. Auf Marius Wyer folgte im Sommer 1974 der 21-jährige Walter Wyer als Spielertrainer.

1975
1975

 

 

von hinten links: 

Urs Schnydrig (Präsident), Beat Heinen, Rolf Heinzmann, Gabriel Wyer, Fredy Ritz, Walter Wyer (Trainer)

 

 

von vorne links:

Markus Wyer, Renato Salzgeber, Werner Crettaz, Peter Lochmatter, Reinhard Bertholjotti, Richard Heldner, Heinrich Schnydrig

 

In der Saison 76/77 sollte es dann endlich klappen. Obwohl die Laldner mit 29 Punkten aus 18 Spielen gleich erfolgreich waren wie in der Vorsaison, genügte es diesmal für den Gruppensieg und damit für den Aufstieg in die 3. Liga. Der Final um den Walliser Meister ging aber auch diesmal verloren. Louis Glenz, ein Salgescher mit 1. Liga-Erfahrung, erzielte 23 Treffer, Peter Lochmatter, Heinrich Schnydrig und Gabriel Wyer waren bei allen Spielen dabei. Werner Crettaz und Uli Schnydrig standen Spielertrainer Walter Wyer als Betreuer zur Seite.

1978
1978

von hinten links:

Urs Schnydrig (Präsident), Kurt Kuonen, Rolf Heinzmann, Gabriel Wyer, Richard Heldner, Beat Heinen, Walter Wyer (Trainer)

 

von vorne links:

Renato Salzgeber, Heinrich Schnydrig, Louis Imstepf, Peter Lochmatter, René Heldner, Markus Wyer, Louis Glenz (Co-Trainer), Alexander Schnydrig

 

2.Mannschaft

Auch zu Beginn des 2. Jahrzehntes schlug sich die zweite Mannschaft mit Personalsorgen herum. Die Saison 69/70 liess man aus und in der Saison 71/72 erfolgte bereits in der Vorrunde der Rückzug. 73/74 nahm wieder eine 2. Mannschaft an der Meisterschaft teil und ergatterte immerhin 1 Punkt aus 16 Spielen. In der darauffolgenden Spielzeit konnte Trainer Herbert Bittel bereits von einem merklichen Fortschritt berichten. In der neu geschaffenen 5. Liga gehörte die 2. Mannschaft gleich zu den Spitzenteams und 76/77 verfehlte sie unter Trainer Walter Crettaz den Aufstieg nur um einen Rang. In der Saison 78/79 liessen die Mannen aber nichts mehr anbrennen und schafften den Aufstieg in die 4. Liga souverän.

 

Junioren

Bei den Junioren blieb es zunächst bei einer A-Mannschaft. Dies mag erstaunen, denn bereits 1970 regte der Juniorentrainer Marco Hutter an, eine B-Mannschaft zu melden und einige A-Junioren in die 2. Mannschaft zu integrieren. Das sollte aber noch dauern. Meist bestand die A-Mannschaft mehrheitlich aus B-Junioren. Die Resultate waren eher mässig. Der Juniorentrainer konnte in dieser Zeit auf die Mithilfe der Betreuer Bruno Hutter und Theodul Wyer zählen. Junior Peter Lochmatter kam in der Saison 73/74 jeden Sonntag als Torhüter bei zwei Spielen zum Einsatz: meist vormittags in der 1. Mannschaft und nachmittags bei den Junioren A. 1973 trainierte Marcel Kuonen die Junioren. 1974 übernahm dann sein Bruder Kurt, unterstützt von Uli Schnydrig. In der Saison 75/76 konnte der Verein endlich auf geburtenstärkere Jahrgänge zählen. Es wurden erstmals eine Junioren B- und eine Junioren D-Mannschaft aufs Feld geschickt. Und gleich merkte man, dass da eine hoffnungsvolle Generation im Anzug war.

 

Die Junioren B mit den Trainern Walter Crettaz und Kurt Zeiter hatten zwar noch Anlaufschwierigkeiten, aber die Junioren D mit Trainer Kurt Kuonen klassierten sich auf Anhieb hinter Sitten als beste Oberwalliser Mannschaft auf dem 2. Schlussrang. Ein gewisser Martin Margelisch traf dabei in 20 Spielen 46 Mal ins gegnerische Tor. Ermutigt durch die guten Erfahrungen meldete der Verein in den folgenden Saisons B-, C- und D-Junioren.

 

Die Junioren C mit Trainer Kurt Kuonen wurden im Frühjahr 78 als erste Mannschaft des Vereins Walliser Meister. Im Finalspiel in Chippis hatte der Gegner Fully mit 6:0 das Nachsehen. Zur Belohnung durften die C-Junioren am Turnier der Television Romande in Sitten mitspielen. So konnten 78/79 erstmals Junioren des FC Lalden in der Kategorie Interregional C starten. Sie klassierten sich ehrenvoll auf dem 5. Platz. Für Training und Betreuung, vor allem für die Reisen ins Waadtland, brauchte es aber entsprechend Personal. So kamen die Komiteemitglieder und einige Aktivspieler noch häufiger zum Einsatz.

 

Da die besten Junioren in diesen Jahren bereits im B-Alter in die Aktivmannschaften integriert wurden, gab es vorläufig keine Junioren A mehr.

Junioren C Walliser Meister 1978
Junioren C Walliser Meister 1978

 

von hinten links: Walter Ritz, Urs Andereggen, Josef Jeitziner, Beat Schnydrig, Peter Truffer, Helmuth Ritz, Ignaz Wyer, Stefan Ritz, Kurt Kuonen (Trainer

 

 

von vorne links: Martin Jossen, Philipp Wyer, Martin Margelisch, Herold Gasser, Gabriel Ritz, Paul Wyer, Armin Imstepf, Paul Schnydrig. (Es fehlt Josef Heinzmann)

 

Senioren

Zu Beginn der siebziger Jahre wurde erstmals das Thema Senioren aktuell. Aber erst als wieder Laldner Spieler in Visp als Senioren einstiegen, entschloss sich die Vereinsleitung 1975 eine eigene Seniorenmannschaft anzumelden. Es sollte sich bald zeigen, dass diese Abteilung für den FC eine tragende Rolle spielen kann.

 

Als Komiteemitglieder, Betreuer, Trainer, Aushilfe bei den Aktivmannschaften und Gönner waren sie im Verein bald nicht mehr wegzudenken.

 

Auch wenn die Resultate nicht mehr im Vordergrund standen - auf dem Platz sah und hörte es sich zwar manchmal ein bisschen anders an - bleibt doch zu vermerken, dass bereits im dritten und vierten Jahr Monthey um den Senioren Cup herausgefordert wurde. Ein 3:3 und ein 1:2, beide Male in Monthey, reichte aber den Unterwallisern, um den Becher jeweils zu behalten. Unter der generalstabsmässigen Leitung von Obmann Marco Hutter holten die Senioren 1979 in Liesberg beim Stammclub von Leo Bürki den ersten von drei aufeinanderfolgenden Turniersiegen.

1975
1975

 

 

von hinten links:

Ritz Ernst, Werner Fercher, Hubert Mazotti, Josef Pfammatter, Leo Bürki, Beat Vogel, Walter Kuonen, Urs Schnydrig (Präsident)

 

 

von vorne links:

Klaus Andereggen, Viktor Zeiter, Reinhard Bertholjotti, Louis Truffer, Louis Glenz, Gottfried Schnydrig, Marco Hutter

 

 

1979 - 1989

 

1.Mannschaft

Nach zwanzig Jahren mit eigenen Trainern stand in der Saison 79/80 mit Ignaz Willa aus Susten erstmals ein Auswärtiger an der Spitze der ersten Mannschaft. Der Beginn verlief mit 4 Punkten aus 7 Spielen alles andere als optimal. Auch wenn aus den nächsten 10 Spielen sehr gute 16 Punkte geholt wurden, stand der Ligaerhalt erst nach der letzten Runde fest. Mit 23 Punkten aus 22 Spielen – ein Sieg brachte 2 Punkte ein - hatte man zwar nur 4 Punkte weniger als der Zweite, lag aber mit vier andern Mannschaften zusammen auf dem drittletzten Platz. Da die Direktbegegnungen ausschlaggebend waren, reichte es Lalden zu Rang 7. Mit 22 Punkten realisierte das Team auch im folgenden Jahr den 7. Platz. In dieser Saison wurde erstmals offiziell eine Technische Kommission eingesetzt. Sie bestand aus Marco Hutter und den Trainern der 1. und 2. Mannschaft, Ignaz Willa und Louis Viotti. Die TK sollte die Zusammenarbeit zwischen den Mannschaften erleichtern. Als Glücksfall erwies sich die Verpflichtung des Vispers Fredy Williner. Mit seiner Übersicht und Erfahrung brachte er die notwendige Stabilität ins Spiel der ersten Mannschaft.

 

1981/82
1981/82

von hinten links:

Ignaz Willa (Trainer), Gabriel Wyer, Louis Imstepf, Richard Heldner, Markus Wyer Kurt Heinzmann, Marcel Wyer, Walter Wyer, Rolf Heinzmann (Captain), Gabriel Wyer, Paul Heinzmann (Präsident) Marco Hutter

 

von vorne rechts:

Fredy Williner, Hans Triaca Martin Margelisch, Remo Ritz, Josef Bertholjotti, Jean-Pierre Mathieu, Josef Jeitziner, Heinrich Schnydrig, Urs Andereggen. Franziskus Hutter

 

In der Saison 81/82 hielten die Willa-Boys bis zum letzten Spiel mit der Spitze mit. Brig und Lalden spielten eine ausgezeichnete Herbstrunde. In der Rückrunde setzte dann bei beiden das Nervenflattern ein. Im Gleichschritt holten sie im Frühjahr aus 7 Spielen nur 7 Punkte. Das letzte Heimspiel gegen Brig wurde so zu einem richtigen Finalspiel. Mit einem Punkt Rückstand auf Rang 2 liegend musste Lalden gewinnen, um den Aufstieg zu schaffen. Da Lalden das Hinspiel in Brig mit 1:0 gewonnen hatte, machte es sich berechtigte Hoffnung. Vor über 500 Zuschauern geriet die Mannschaft in einem spannenden Spiel aber früh mit einem Tor ins Hintertreffen. Lalden konnte noch vor der Pause ausgleichen, zu mehr als einem Lattenschuss kurz vor Schluss reichte es aber nicht mehr. Dass mit dem 2. Rang das Bestergebnis der Clubgeschichte aus dem Jahr 1962 egalisiert wurde, war nur ein schwacher Trost. Etwas überraschend bot sich dann 2 Wochen nach Meisterschaftsschluss noch einmal die Gelegenheit, den Aufstieg zu realisieren. In einem Entscheidungsspiel gegen den Zweiten der Unterwalliser Gruppe wurde ein dritter Aufsteiger ermittelt. Leider aber war die Luft schon draussen und es stand nicht mehr das ganze Kader zur Verfügung. So ging auch das Entscheidungsspiel in Grimisuat gegen Collombey mit 1:3 verloren. Immerhin erwies sich Lalden als das fairste aller 24 Drittliga-Teams und durfte anlässlich eines Nationalliga A-Spiels im Tourbillon den verdienten Preis in Empfang nehmen. Trainer Ignaz Willa legte sein Amt nieder und übernahm den Liga-Konkurrenten Salgesch. Marco Hutter und Fredy Williner traten seine Nachfolge an. Mit Sepp Meyenberg als Masseur und Pius Näpfli als “Mädchen für alles“ wurde der Betreuerstab zweckmässig ergänzt. Gezielt verstärkt durch Torhüter Beat Mutter und Martin Jordan spielte Lalden in der Saison 82/83 sofort die erste Geige. Mit 38 Punkten aus 22 Spielen und einem Torverhältnis von 62:14 schaffte es klare Verhältnisse und gewann anschliessend das Finalspiel um den Walliser Meister gegen Brämis problemlos mit 2:0. Franziskus Hutter und Martin Margelisch waren mit 22 bzw. 20 Toren die erfolgreichsten Torjäger. Franziskus wurde Oberwalliser Torschützenkönig.

 

Drittliga-Meister 1983
Drittliga-Meister 1983

 

von vorne links:

Marco Hutter (Trainer), Fredy Williner (Spielertrainer), Hans Triaca, Louis Imstepf, Ignaz Wyer, Walter Wyer, Rolf Heinzmann (Captain), Franziskus Hutter, Gabriel Wyer, Paul Heinzmann (Präsident)

 

von von rechts:

Markus Wyer, Martin Margelisch, Josef Jeitziner, Beat Mutter, Josef Bertholjotti, Martin Jordan, Heinrich Schnydrig, Urs Andereggen.

 

 

 

Was die Gründer vor fast 25 Jahren insgeheim erhofft hatten, war plötzlich Tatsache: Lalden, das kleinste Drittligadorf, war in der 2. Liga angekommen. Wieder wurde die Mannschaft kaum verändert. Erwin Schnydrig, der in seiner Juniorenzeit mit Visp schon in der 1. Liga gespielt hatte, kehrte nach seinen Lehrjahren in Sitten und Bulle mit Nationalliga A-Erfahrung in sein Heimatdorf zurück. Obwohl erst 23-jährig, brachte er die nötige Abgeklärtheit mit, um sich in der 2. Liga als Mannschaftsstütze zu erweisen. Erwin erzielte gegen Ayent sein erstes Tor für den FC Lalden und war zugleich der erste Torschütze für Lalden in der 2. Liga. Mit 0:1 und 2:2 gegen Conthey und Ayent erwischte die Mannschaft trotz Heimvorteil einen Fehlstart. Doch dann löste sich der Knoten und die Gegner kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Erst in der zweitletzten Runde, als der Gruppensieg schon in der Tasche war, folgte die zweite Niederlage. Mit 14 Siegen, 6 Unentschieden und 2 Niederlagen bei einem Torverhältnis von 37:17 lag Lalden mit 34 Punkten um ganze 7 Zähler vor den nächsten Verfolgern. Einzig im erstmals erreichten Cupfinal im Tourbillon in Sitten musste man Brig mit 0:1 den Vortritt lassen. Wahrscheinlich liessen sich die Laldner durch die Anwesenheit von Nationalcoach Paul Wolfisberg zu stark beeindrucken. In den beiden Aufstiegsspielen gegen den Freiburger Meister Romont knüpfte die Mannschaft aber wieder nahtlos an die soliden Leistungen aus der Meisterschaft an. Im strömenden Regen wurde das Hinspiel auswärts mit 2:0 gewonnen. Lalden geriet eigentlich nie ernsthaft in Gefahr das Spiel zu verlieren und im Le Matin stand der Titel: “Le bel après-midi du FC Lalden“. Das Rückspiel am Pfingstsamstag vor 1000 Zuschauern wurde in Lalden zu einem richtigen Fussballfest mit einem klaren 3:0 Erfolg gegen einen fairen CS Romont.

 

1984
1984

von hinten links: Franziskus Hutter, Beat Schnydrig, Heinrich Schnydrig, Markus Wyer, Klaus Zeiter, Philipp Wyer, Gabriel Wyer, Pius Näpfli (Coach), Paul Heinzmann (Präsident), Marco Hutter (Trainer), Fredy Williner (Spielertrainer), Rolf Heinzmann (Captain),

 

von vorne rechts: Hans Triaca, Urs Andereggen, Martin Margelisch, Erwin Schnydrig, Josef Jeitziner, Beat Mutter, Anton Zeiter, Martin Jordan, Ignaz Wyer, Louis Imstepf, Walter Wyer.

 

Im Walliser Bote konnten am Dienstag, 12. Juni 1984, auf einer ganzen Seite über den FC Lalden folgende Sätze aus der Feder von Thomas Rieder nachgelesen werden:

 

“Der FC Lalden ist in der 1. Liga. Lalden, ein Dorf mit 550 Einwohnern, hat seit Samstagnachmittag, 18.15 Uhr, einen 1.-Liga-Fussballclub. Der FC Lalden krönte im entscheidenden Aufstiegsspiel gegen den Freiburger 2.-Liga-Meister Romont eine beispiellose Erfolgsphase, die vor Jahresfrist mit dem Aufstieg in die 2.Liga ihren Auftakt nahm. In zwei Saisons liess sich Lalden nur mehr in vier Ernstkämpfen, davon einmal im Cupfinal, bezwingen. Das ganze Dorf war auf dem Fussballplatz zugegen, als die Mannschaft, zum 25jährigen Clubjubiläum, den Schritt in die oberste Amateurliga antrat. Romont wurde diesmal gar mit 3:0 niedergekämpft. Erfreulich ist der Aufstieg des FC Lalden auch aus Oberwalliser Sicht. Denn unsere Region behält damit ein Aushängeschild in der 1. Liga, nachdem gleichentags der FC Raron nach langen Jahren den Weg zurück in die 2. Liga antreten musste. Der Aufstieg wurde entsprechend gefeiert. Die Musikgesellschaft “Lauduna“, ein Teil der “Sektion Rhone“ sowie eine Ländlerkapelle sorgten nach dem Spiel für Stimmung. Mannschaft, Offizielle und Gäste, darunter Staatsratspräsident Hans Wyer, SFV-Ausbildungschef Walter Jäger und WFV-Präsident Marcel Mathier, der Lalden vor dem Spiel eine Walliserkanne für den 2.-Liga-Meistertitel überreichte, wurden in einem Umzug vom Sportplatz zum Dorfplatz geführt. Die Gemeinde hatte hier zu einem Aperitif geladen, wobei Gemeindepräsident Viktor Zeiter, selber lange Jahre Trainer im FC Lalden, die Willkommensgrüsse entbot. Später zog man sich in den Pfarreisaal zurück, wo die Feierlichkeiten im engeren Rahmen weitergingen. Errungen hat den Aufstieg der ganze Club, der der ersten Mannschaft das entsprechende Umfeld und Repertoire an immer wieder nachdrängenden Jungspielern stellen konnte. Wenn man nach einer solchen Saison jemand namentlich herausstreichen würde, täte man den andern unrecht.“

 

So startete Lalden also zum Abenteuer 1. Liga. Bei Transferverhandlungen mussten die Verantwortlichen aber gleich feststellen, dass sich die Begeisterung darüber, dass Lalden im Oberwallis plötzlich die Nummer eins geworden war, bei den andern Fussballclubs in Grenzen hielt.

 

Einzig die Rückkehr von Paul Schnydrig konnte mit dem FC Visp geregelt werden. Die Resultate in der 1. Liga reichten zum Ligaerhalt leider nicht aus. Mangelndes Glück und zu Beginn vielleicht auch ein bisschen zu viel Respekt vor grossen Namen, nagten bald einmal am Selbstvertrauen. Man darf aber nicht vergessen, dass auf Laldner Seite die meisten Spieler ein Jahr vorher bloss 3.Liga-Erfahrung hatten. Einige von ihnen begannen ihre Laufbahn sogar in der 4. Liga, zu einem Zeitpunkt an dem Gegner wie Fribourg noch in der Nationalliga A spielten. So blieb es denn bei einigen Achtungserfolgen und Ende der Saison musste Lalden den Weg zurück in die 2. Liga antreten.

 

Dass man als Mannschaft aber weiterhin existierte, bewiesen die Laldner im Walliser Cup. Mit einem 2:0 im Final gegen Collombey holten sie den einzigen Cupsieg der Vereinsgeschichte.

 

von hinten links: Marco Hutter (Trainer), Paul Heinzmann (Präsident), Fredy Williner (Trainer), Andreas Truffer, Martin Jordan, Franziskus Hutter, Walter Wyer, Rolf Heinzmann (Captain), Hans Triaca (verdeckt), Pius Näpfli (Coach), Paul Schnydrig, Sepp Meyenberg (Masseur),

 

von vorne links: Martin Margelisch, Peter Kalbermatten, Heinrich Schnydrig, Josef Jeitziner, Beat Mutter, Erwin Schnydrig, Urs Andereggen, Anton Zeiter, Christoph Heinen

 

Mit Winne Berkemeier wurde für 85/86 ein ehemaliger Fussballprofi als Trainer engagiert. Und man erhielt sofort den Eindruck, dass die Mannschaft zwar für die 1. Liga zu schwach, aber für die 2. Liga doch zu stark sei. Besonders im Herbst wirkte die durch Markus Nellen und Georges Pollinger verstärkte Mannschaft unwiderstehlich. Im Schweizer Cup gewann Lalden gegen die höherklassigen Colombier und Leytron und wurde dafür mit einem Traumlos belohnt.

Meister 2.Liga 1985/1986
Meister 2.Liga 1985/1986

 

von hinten links: Pius Näpfli (Coach), Winne Berkemeier (Trainer), Hugo Gasser, Beat Schnydrig, Anton Zeiter, Markus Nellen, Andreas Truffer, Philipp Wyer, Franziskus Hutter

 

von vorne links: Martin Jordan, Josef Jeitziner, Martin Margelisch, Beat Mutter, Erwin Schnydrig, Paul Schnydrig, Georges Pollinger

 

 

Zum Höhepunkt der bisherigen Vereinsgeschichte musste Schweizer Meister Servette Genf am 22.9.85 in Lalden antreten. Fussballgrössen wie Alain Geiger, Marc Schnyder oder Michel Renquin taten sich auf dem Fussballplatz Finnenbach schwer, um den Zweitligisten auszubooten. Erst eine Viertelstunde vor Schluss gelang Nationalspieler Marc Schnyder der einzige Treffer der Partie. Imposant und wohl auch einmalig war die Zuschauerkulisse. 4000 Schaulustige verfolgten das Spiel. Selbst Fanclubs der Genfer aus der Deutschschweiz fanden den Weg in den Finnenbach. Dem Sonntagsblick war das Ereignis eine Doppelseite wert.

 

In der Meisterschaft setzte die Mannschaft zu einem Monolog an und war bereits im Winter fast uneinholbar an der Spitze. Wie 2 Jahre zuvor reichten 34 Punkte mit 50:19 Toren locker für den Walliser Meister. Markus Nellen wurde Torschützenkönig in der 2. Liga. Nach einem 0:0 im Hinspiel in Aigle hatten die Spieler die 1.Liga wieder vor Augen, doch im Rückspiel in Lalden liessen sie sich kurz vor Schluss zum 2:3 überraschen. Ein zweiter Aufstieg in die 1. Liga blieb so verwehrt. Für Torhüter Beat Mutter war es das letzte Spiel in Lalden. Er erhielt im Sommer bei Servette Genf einen Profivetrag.

 

In den beiden folgenden Jahren wechselten gute und weniger gute Phasen. Immerhin konnte sich Lalden in der 2. Liga in der ersten Tabellenhälfte klassieren. Mit Martin Margelisch zierte 87/88 wieder ein Laldner die Spitze der Torschützenliste der 2. Liga.

 

Als Erwin Schnydrig 1988 als Spielertrainer Nachfolger von Berkemeier wurde, wusste er schon, dass es auf die Dauer schwierig werden dürfte, den Platz in der 2. Liga zu verteidigen. Zusammen mit Coach Marco Hutter und Betreuer René Schmid gelang es ihm aber, die Mannschaft in der 2. Liga zu halten.

 

2. Mannschaft

Wie bei der ersten Mannschaft gehörten die achtziger Jahre zu der erfolgreichsten Zeit. Nach dem Aufstieg in die 4. Liga erreichten die Reserven 79/80 und 80/81 mit den jeweiligen Trainern Walter Crettaz und Louis Viotti den Ligaerhalt.

1979
1979

 

 

 

hinten v.l.: Louis Viotti (Trainer) Kurt Kuonen, Richard Kuonen, Andreas Bittel, Kurt Hischier, Anton Wasmer, Alexander Juon, Ewald Wyer, Peter Lochmatter

 

 

vorne v.l.: Urs Andereggen, Josef Bertholjotti, Josef Jeitziner, Bernhard Jossen, Walter Crettaz, Peter Hutter.

 

 

 

Ein Jahr später mussten die Spieler um Trainer Kurt Kuonen zwar wieder in die 5. Liga, aber dies sollte nur ein Zwischenjahr sein. Die Akteure des Trainergespanns Richard Heldner und Peter Lochmatter wollten der ersten Mannschaft nicht nachstehen und schafften 82/83 gleich den Wiederaufstieg. Allerdings mussten wieder einmal für die letzten Spiele Junioren und Senioren aushelfen, um mit Vollbestand antreten zu können. Diesmal behauptete man dank der Direktbegegnungen den Platz in der 4. Liga gegenüber Naters 2. Dann folgte bereits ein 4. Rang und 85/86 unter dem neuen Trainer Louis Imstepf jun. schaute sogar der 3. Platz heraus. 86/87 erspielte sich die 2. Mannschaft das absolute Bestergebnis der Vereinsgeschichte. Mit 22 Spielen, 38 Punkten und 75:32 Toren stand sie kurz vor den Pforten der 3. Liga. Diesmal musste sie aber dem punktgleichen Agarn wegen der Direktbegegnungen den Vortritt lassen. Immerhin erhielt sie vom WB den Preis für die offensivstärkste Oberwalliser Viertliga-Mannschaft. Im folgenden Jahr war es nochmals Rang 2. Damit war der Zenit überschritten.

 

3. Mannschaft

In den beiden Saisons 79/80 und 80/81 meldete Lalden sogar eine dritte Aktivmannschaft. Man wollte möglichst vielen Spielern Gelegenheit geben ihren Lieblingssport auszuüben und einige talentierte Junioren an das etwas rauere Klima der Aktiven heranführen. Mit den Trainern Jean-Pierre Mathieu im ersten und Paul Heinzmann und Philipp Truffer im zweiten Jahr konnten diese Ziele erreicht werden. Es zeigte sich aber, dass im FC Lalden eine Obergrenze bezüglich Anzahl Mannschaften erreicht wurde.

 

Junioren

Die demografische Entwicklung mit dem “Pillenknick“ in der Mitte der sechziger Jahre bescherte der Juniorenabteilung wieder vermehrt Probleme, um die Kader der Mannschaften zu bestücken. 1979 bis 1981 traten Junioren B, C und D zur Meisterschaft an, die Junioren A wurden in die drei Aktivmannschaften integriert. 81/82 waren es noch B und D Junioren. Ein Jahr später rückten diese in die A und C Kategorie auf. Meist spielten bis zu vier verschiedene Jahrgänge in einer Mannschaft. Die Junioren A mit Beat Heynen und Ruedi Gasser wurden auf Anhieb wieder zweite im 2. Stärkegrad. Viele Aktivspieler und fast alle Vorstandsmitglieder wirkten in dieser Zeit als Trainer. In der ersten Hälfte des 3. Jahrzehnts wurden in den Protokollen folgenden Juniorentrainer aufgeführt: Kurt Kuonen, Hans Triaca, Philipp Truffer, Gabriel Wyer, Richard Kuonen, Theo Schmid, Remo Ritz, Josef Jeitziner, Ignaz Imstepf, Peter Lochmatter, Anton Schnydrig, Renato Salzgeber, Erich Imseng, Iwan Schnydrig, Gabriel Ritz, Heinz Ritz und Roland Jeitziner. Der Verschleiss an Trainern war wahrscheinlich zu gross.

 

Ab 1984 beruhigte sich die Lage wieder ein bisschen. Erstmals schickte Lalden eine E-Mannschaft unter der Leitung von Beat Heynen ins Rennen. Erstaunliches erreichten die Junioren C mit Ignaz Wyer. Sie erzielten in einer Saison ein Torverhältnis von 110:19 und landeten trotzdem nur auf dem 2. Rang. Guido Heinen dürfte dabei mit 73 Treffern in einer Saison einen Vereinsrekord erzielt haben.

 

Die Junioren A wurden für 5 Jahre von Sekretär Gabriel Wyer übernommen. In dieser Zeit erreichten sie einmal einen Spitzenplatz und zweimal stand die Mannschaft im Cup-Halbfinal. Die Saison 88/89 war die letzte Saison mit einer eigenen Junioren A-Mannschaft. Martin Wyer trainierte die Junioren C und führte sie weiter in die Junioren B. Die Junioren D erhielten mit Erwin Schnydrig und Richard Heldner ebenfalls zwei Trainer, welche die Mannschaft noch in der C-Klasse begleiteten. Bei den Junioren E führte Juniorenpräsident Beat Heynen das Zepter und die neu gemeldeten F-Junioren wurden von René Millius betreut.

Junioren A 1986
Junioren A 1986

 

von hinten links: Martin Zeiter, Gabriel Wyer (Trainer), Peter Kalbermatten, Thomas Jossen, Marcel Pfaffen, Klaus Zeiter, Hugo Gasser, Martin Holzer, Helmut Heldner, Philipp Heinen, Renato Ritz, Rudolf Gasser (Tenuesponsor)

 

von vorne rechts: Karl Jentsch, Marius Jossen, Egon Heinen, Jean-Claude Wyssen, Christoph Heinen, Armin Hutter, Piero Heldner, Mario Fercher, Ivo Truffer

Senioren

Die Senioren starteten zwar gut ins dritte Jahrzehnt, hatten aber wieder vermehrt Mühe genügend Akteure auf den Platz zu bringen.

 

Obmann Reinhard Bertholjotti brachte die Saison 82/83 mit Personalknappheit über die Bühne, er machte sich aber Sorgen um den Weiterbestand der Senioren. Weil der Club zu wenig Schiedsrichter stellte, erledigte sich das Problem für die folgende Saison. Die Senioren durften 83/84 gar nicht zur Meisterschaft antreten. Dann klappte es wieder und die beiden Komiteemitglieder Beat Heynen und Paul Heinzmann leiteten das Training der Senioren. Ihr Nachfolger Kurt Kuonen musste dann in seinen vier Trainerjahren sogar einmal ein Spiel in der Saison 86/87 forfait verloren geben; von 24 Kadermitgliedern waren nur deren 8 anwesend. Immerhin kassierten die Senioren in diesen Zeiten kaum mal eine Karte und waren in der Fairnesswertung vorne dabei. Und als Trainer, Vorstandsmitglieder und Betreuer waren oft fast mehr Senioren im Einsatz als bei den Spielen der Senioren.

 

Senioren 1980 Turniersieg in Liesberg
Senioren 1980 Turniersieg in Liesberg

 

 

von hinten links: Urs Schnydrig, Konrad Pfammatter, Beat Vogel, Ulrich Schnydrig, René Schmid, Gabriel Wyer, Werner Fercher

 

von vorne rechts: Emil Wyssen, Gottfried Schnydrig, Peter Lochmatter, Viktor Zeiter, Ignaz Willa, Reinhard Bertholjotti, Marco Hutter

 

 

 

1989 - 1999

 

1. Mannschaft

In der Saison 89/90 landete die erste Mannschaft zwar auf dem 7. Platz, musste aber doch bis zum letzten Spieltag um den Ligaerhalt bangen. Die fünf in der Vorrunde vergebenen Elfmeter dürften auch Rekord bedeuten.

 

Nach 2 Spielzeiten als Spielertrainer trat Erwin Schnydrig ins Glied zurück und konzentrierte sich wieder auf seine Rolle als Spielmacher. Der neue Trainer Rolf Imhof musste während fast der ganzen Saison 90/91 auch wieder den Blick nach hinten richten. Die Meisterschaft verlief aber äusserst ausgeglichen, auch die vor Lalden liegenden Mannschaften vermochten nicht wegzuziehen. Nach der letzten Runde lag Lalden zusammen mit Neuling Grône eher überraschend an der Tabellenspitze. Im Entscheidungsspiel in Siders behielt Grône im Penaltyschiessen das bessere Ende für sich. Dann folgte eine Saison in der man sich trotz schwacher Vorrunde nochmals retten konnte. Carlo Stoffel entpuppte sich als treffsicherster Schütze. 1992/93 war der Abstieg aber nicht mehr abzuwenden. Im Herbst 1992 wurde Lalden zum Prügelknaben der 2. Liga. Irgendwie sollte es nicht mehr sein. Im Sommer verlor man Gönner und TK-Mitglied Leo Bürki durch einen Flugzeugabsturz. Zu Beginn der Saison verletzte sich Spielmacher Erwin Schnydrig und auch der Transfer von Arnold Cigognini von Brig nach Lalden zog sich in die Länge. Zum Start setzte es zwei Auswärtsniederlagen ab und nachher war der berühmte Wurm drin. 12 Spiele und null Punkte lautete die vernichtende Bilanz. Trotzdem hielt das Umfeld am Trainer fest. Die Rückrunde verlief zwar erfolgreicher, die Hypothek aus der Vorrunde wog aber zu schwer. Nach 10 Jahren musste Lalden den Weg in die 3. Liga antreten. Rolf Imhof stellte seinen Posten zur Verfügung und nahm für den verstorbenen Leo Bürki den Platz in der TK ein. Marco Hutter und Fredy Williner blieben als TK-Mitglieder dem Club ebenfalls erhalten. Erwin Schnydrig, der sich inzwischen zum Fussball-Instruktor ausgebildet hatte, stieg nach 3 Jahren wieder als Trainer ein. Als Coach half ihm Markus Nellen. In der 3. Liga gelang der Neuanfang nicht nach Wunsch. Aber mit einer guten Rückrunde erreichte Lalden noch den 4. Platz.

 

1990
1990

hinten links.: René Schmid (Coach), Marco Hutter (TK), Guido Heinen, Damian Gsponer, Dionys Henzen, Thomas Jossen, Hugo Gasser, Renato Ritz, Christian Leiggener, Armin Hutter, Louis Imstepf, Olga Volken (Masseuse) Erwin Schnydrig (Trainer), Markus Nellen, Andreas Truffer, Philipp Wyer, Franziskus Hutter,

 

vorne links.: Paul Schnydrig, Anton Zeiter, Gabriel In-Albon, Christoph Kluser, Philippe Holzer, Martin Margelisch, Gilbert Heldner, Wolfram Berchtold

 

1993/94
1993/94

 

hinten links: Erwin Schnydrig (Trainer), Christian Imstepf (Coach), Philipp Truffer, Franziskus Hutter, Martin Amacker, Thomas Jossen, Arnold Cigognini, Carlo Stoffel, Wolfram Berchtold, Marco Hutter (TK), Fercher Werner (Sponsor)

 

vorne links: Stefan Schnydrig, Walter Ritz, Paul Schnydrig, Jean-Claude Zeiter, Iwan Steiner, Roger Crettaz, Ivan Kuonen, Armin Hutter.

 

2. Mannschaft

Nach dem Höhenflug der achtziger Jahre kehrte bei der zweiten Mannschaft wieder der Alltag ein. 1989/90 schaffte Trainer Louis Imstepf den Klassenerhalt noch problemlos, doch Donald Albrecht, Ignaz Wyer und Martin Margelisch in der Saison 90/91 und Josef Jeitziner in der folgenden Saison zitterten wieder bis zur letzten Runde. Hinzu kamen wieder die chronischen Probleme jeweils genügend Spieler zu stellen.

 

Unter Walter und Gabriel Wyer musste 92/93 und 95/96 für den Ligaerhalt mit der 2. Mannschaft sogar noch ein zusätzliches Entscheidungsspiel gewonnen werden. Dazwischen reichte es zweimal für einen gesicherten Mittelfeldplatz. 96/97 “verbrauchte“ die Reservemannschaft mit Martin Margelisch, Urs Andereggen, Thomas Jossen und Hugo Gasser gleich vier Trainigsleiter. Patrick Margelist arbeitete in der Vorrunde 97/98 sogar mit Mund zusammen, um genügend Spieler für einen geregelten Trainingsbetrieb rekrutieren zu können. Nachfolger Gabriel In-Albon setzte in der Vorrunde 98/99 nicht weniger als 36 verschiedene Spieler ein. So war der Abstieg in die 5. Liga eigentlich eine logische Folge.

 

1994
1994

hinten links: Gabriel Wyer (Trainer), Louis Imstepf, Renato Ritz, Thomas Jossen, Sandro Millius, Guido Heinen, Marius Jossen, Patrick Margelist, Christian Jerjen, Walter Wyer (Trainer)

 

vorne rechts: Rolf Jeitziner, Martin Margelisch, Peter Hutter, Donald Albrecht, Christian Leiggener, Hubert Imesch, Karl Jentsch, Klaus Zeiter.

 

Senioren

 

Von den Senioren war in diesem Jahrzehnt zuerst nicht viel zu vermerken. Walter Wyer und René Millius lotsten das Seniorenschiff in ihren jeweils 3 Trainerjahren mehr oder weniger problemlos um alle Klippen. Mit Louis Imstepf an der Spitze setzten die Senioren 95/96 zu einem kleinen Höhenflug an. Ein 2. Rang in der Meisterschaft war für die Senioren ein Topergebnis. Dieses Resultat wiederholten Hubert Imesch und seine Spieler in den beiden folgenden Jahren. Im Walliser Cup scheiterten die Senioren in den Neunziger Jahren zweimal im Final, einmal mit 1:2 gegen Martinach, einmal im Penaltyschiessen gegen Salgesch.

 

1993
1993

hinten links: René Millius (Trainer), Walter Wyer, Rolf Heinzmann, Richard Heldner, Erhard Henzen, Walter Kuonen, Sippert Millius, Philipp In-Albon, Renato Salzgeber

 

vorne rechts: Anton In-Albon, Pius Schmid, Gabriel In-Albon, Markus Wyer, Beat Heynen, Kurt Kuonen.

 

Dorfturnier

Seit 1991 organisiert der Sportclub jedes 2. Jahr ein Dorfturnier. Durch die grosszügige Unterstützung der anderen Dorfvereine ist dies zu einem beliebten Anlass geworden.

 

1. Dorfturnier 1991 - Ehrendamen gegen Ehrenmitglieder
1. Dorfturnier 1991 - Ehrendamen gegen Ehrenmitglieder

von links: Klara Truffer, Hilda Jeitziner, Lina Hutter, Olga Hutter, Ottilda Wyer, Madlen Ritz

 

von rechts: Pius Näpfli, Urs Schnydrig, Werner Fercher, Paul Heinzmann, Viktor Zeiter

 

1999 - 2009

 

1.Mannschaft

Das fünfte Jahrzehnt wurde wieder unter den Fittichen von Erwin Schnydrig in Angriff genommen. Zusammen mit seinem Coach Walter Ritz erlebte er eine durchzogene Saison. Zuletzt rutschte Lalden bis auf Rang 10 ab.

Doch dies sollte sich bloss als Betriebsunfall erweisen. Ein Jahr später verpasste Lalden den ersten Rang nur um 2 Punkte. Da drei Mannschaften in die 2. Liga aufsteigen konnten, erhielt Lalden die Gelegenheit, in einem Entscheidungsspiel gegen Vernayaz den dritten Aufsteiger zu ermitteln. In Leuk-Susten präsentierte sich Vernayaz als die bessere Mannschaft und buchte den Aufstieg mit einem 4:1. Mit einem weiteren Vizemeistertitel im Jahr 2002 beendete Erwin Schnydrig seine dritte Amtszeit an der Spitze der ersten Mannschaft.

 

Der frühere Spieler Arnold Cigognini übernahm dann für 4 Jahre das Zepter. Als Assistent half ihm drei Saisons lang Armin Hutter und eine Saison Gilbert Heldner.

Im ersten Winter zierte seine Mannschaft die Tabellenspitze, am Schluss schaute zweimal ein dritter und zweimal ein vierter Platz heraus. Mit Christian Leiggener stellte die Mannschaft auch wieder einen Oberwalliser Torschützenkönig. Auffallend war in den ersten sechs Jahren des Jahrzehnts die hohe Torproduktion der Laldner. Von Jahr zu Jahr erhöhte sich aber auch die Zahl der Gegentore doch recht bedrohlich. 2006/07 musste das neue Trainerduo Armin Hutter und Klaus Troger den Ausfall der bisherigen Goalgetter in Kauf nehmen. Das Torverhältnis kippte mit 37:61 klar auf die Negativseite. Obwohl Lalden während 21 Runden nie auf einem Abstiegsplatz figuriert hatte, zog es in der 22. Runde den Schwarzen Peter und musste so nach 30 Jahren erstmals wieder zurück in die 4. Liga. In einem spannenden Dreikampf mit Siders 2 und Agarn behielt Lalden das bessere Ende für sich und kehrte 2007/08 nach einer Saison wieder in die 3. Liga zurück. So konnte die Jubiläums-Saison in der 3. Liga in Angriff genommen werden. Doch für die beiden Trainer Armin Hutter und Matthias Elsig wurde die Vorrunde alles andere als ein Spaziergang. Für 12 Spiele mussten nicht weniger als 7 verschiedene Torhüter zwischen die Pfosten stehen. Mit 9 Punkten aus 12 Spielen steht die Mannschaft mitten im Abstiegskampf. Für die zweite Hälfte der Saison kann man der Mannschaft nur die Daumen drücken und hoffen, dass das Unternehmen Ligaerhalt von Erfolg gekrönt sein wird.

1999/2000
1999/2000

hinten links: Martin Margelisch (Präsident), Erwin Schnydrig (Trainer), Sebastian Truffer, Wenzel König, Roger Crettaz, Christian Leiggener, Martin Wyer, Iwan Albert, Carlo Stoffel, Ralph Hutter, Matthias Heynen, Ritz Walter (Coach)

 

vorne rechts: Pascal Kuonen, Christian Bregy, Richard Bregy, Piero Mammone, Paul Schnydrig, Mike Hutter, Martin Heynen, Patrick Eyholzer

 

hinten links: Armin Hutter (Trainerassistent), Ralf Hutter, Martin Wyer, Marco Decurtins, Matthias Imhof, Ivan Kuonen, Fabian Salzgeber, Ingo Bregy, Sebastian Truffer, Daniel Eberhardt, Arnold Cicognini (Trainer)

 

vorne links: Matthias Schnydrig, Patrick Eyholzer, Patric Wenger, Klaus Troger, Claudio Truffer, Mike Hutter, Pascal Kuonen, Adrian Mounir, Martin Ruffiner, Michael Lochmatter

 

Junioren

 

Dank der Juniorengruppierung war es auch in den letzten 10 Jahren allen Junioren unseres Vereins möglich an der Meisterschaft teilzunehmen. Die Zusammensetzung der Gruppierung wechselte einige Male. Gegenwärtig gehören ihr Brig, Lalden, Naters, Termen/Ried-Brig, Saas-Fee und Visp an. Für die Junioren A, B und C waren meistens Spieler aus den beiden Vereinen Visp und Lalden nach dem Leistungsprinzip auf die diversen Mannschaften aufgeteilt. Sie starteten dann unter dem Namen Visp Region oder Lalden Visp Region. Zuletzt spielten unsere besten Junioren unter dem Namen Team Oberwallis. Bei den jüngsten Kickern rannten auch Mädchen dem runden Leder nach. Lalden stellte in praktisch allen Kategorien die Trainer für die Mannschaften, die in Lalden trainierten. Juniorenpräsident Franziskus Hutter ging mit gutem Beispiel voran und betreute auch während der letzten 10 Jahre stets eine Juniorenmannschaft.

Während diesen Jahre gab es zahlreiche Helfer, welche die Junioren unterstützt haben: Christof Heinen, Richard Heldner, Christian Holzer, Christian Leiggener, Renato Salzgeber, Erwin Schnydrig, Paul Schnydrig, Walter Ritz, Andreas Truffer, Gabriel Wyer, Ignaz Wyer, Martin Wyer, Armin Hutter, Louis Imstepf, Toni Zeiter, Armin Ritz, Ralf Heinen, Stefan Martig, Urs Andereggen, Marjan Curcic, Milos Curcic, Joshua Truffer, Matthias Heynen, Christian Hutter, Marc Hutter, Mike Hutter, Philipp Hutter, Roland Jeitziner, Rolf Heinzmann, Iwan Kuonen, Frank Laukel, Dominik Wyer, Martin Zimmermann, Matthias Schnydrig und Matthias Elsig. Nicht erwähnt sind diejenigen, welche spontan für verhinderte Trainer eingesprungen sind und nirgends registriert worden sind. Fast alle waren oder sind Spieler des FC Lalden. Diese lange Liste zeigt, dass die Juniorenabteilung für die Clubleitung eine immense Herausforderung darstellt. Es ist aber sicher, dass der Sportclub einen wertvollen Beitrag in der Erziehung der jungen Sportler leistet. Es ist zu wünschen, dass viele von den jetzigen Junioren diese empfangene Leistung in naher oder auch noch ferner Zukunft wieder an nachfolgende Junioren weitergeben werden. Die Investition wird sich auch in Zukunft für die “Gebenden“ und die “Nehmenden“ auszahlen und zwar nicht nur in nackten Resultaten.

 

Junioren C 1.Grad 2003:

hinten links: Gabriel Wyer (Trainer), Dominik Wyer, Pascal Margelist, Ralph Martig, Marco Heynen, Matthias Wyer, Samuel Schnydrig, Daniel Juon, Sandro Bittel, Walter Ritz (Trainer)

vorne rechts: Thomas Hischier, Silvio Crettaz, Lukas Heinzmann, Sebastian Weyermann, Thomas Wyer, Joshua Truffer, Stefan Aufdenblatten

 

Junioren A1 2005:

Hinten links: Mario Dadic, Sebastian Weyermann, Thomas Heinzmann, Lukas Heinzmann, Markus Arnold

Mitte links: Richard Heldner (Trainer), Philipp Heldner, Darko Bojzic, Samuel Schnydrig, Michael Ruppen, Matthias Imboden, Renato Salzgeber (Trainer

vorne links.: Matthias Imhof, Thomas Hischier, Marco Heynen, Roman Aufdenblatten, Matthias Schnydrig.

 

Junioren D1 2005:

hintel links: Jonathan Schnydrig, Dominik Eyholzer, Claudio Wyer, Simon Fux, Nicolas Millius, Ignaz Wyer (Trainer)

vorne rechts: Sven Ritz, Philipp Salzgeber, Jan Schmidhalter, Dominik Müller, Nicolas Volken

 

Junioren D2 2005:

hinten links: Christoph Heinen (Trainer), Sascha Zeiter, Simon Sieber, Matthias Schnydrig, Alessandro Arnold, Samuel Wyer, Sandro Jossen, Franziskus Hutter (Trainer)

vorne  links.: Jonas Sieber, Iwan Imstepf, Sebastian Millius, Joel Ruffiner, Joel Holzer, Sabrina Arnold, Yannick Heinen Dzeladin Bejtuli

 

Junioren E1 2005:hinte links: Gabriel Wyer, Benjamin Pfammatter, Martin Juon, Julian Schmid, Tim Zimmermann, Erwin Schnydrig

vorne links: Katharina Wyer, Oliver Ritz, Kai Jossen, Angelo Jeitziner

 

Juniroen E2 und Fussballschule 2005:

hinten links.: Christian Holzer, Simon Holzer, Nicolas Imstepf, Sascha Burgener, Marco Schmid, Martig Stefan,vorne rechts:Manuel Schmidt, Luca Karlen, Claudio Pfaffen, Bryan Hutter, Jean-Noel Schaller, Jan Schmid, Janis Jossen, Cyrill Holzer

 

2.Mannschaft

Die zweite Mannschaft kehrte in der Saison 1999/2000 unter dem Trainerduo Gabriel In-Albon und Hugo Gasser nach nur einer Saison 5. Liga wieder in die 4.Liga zurück. Hugo erreichte 2001 noch den Klassenerhalt, die Personalsorgen aber nahmen wieder akut zu.

 

2. Mannschaft 1999/2000
2. Mannschaft 1999/2000

hinten links: Louis Gasser (Sponsor), Thomas Jossen, Reto Jossen, Renato Ritz, Stefan Schnydrig, Martin Schnydrig, Martin Wyer, Marco Truffer, Wenzel König, Gabriel In-Albon (Trainer), Herold Gasser (Sponsor), Edi Kuonen (Sponsor)

 

vorne rechts: Hugo Gasser (Trainer), Patrick Margelist, Christoph Heinen, Piero Mammone, Beat Theler, Hubert Imesch, Jean-Claude Wyssen,

 

Senioren

Zwei Halbfinals im Cup und ein Gruppensieg gehörten zu den Höhenpunkten der Senioren im 5. Jahrzehnt.  Mit einer Ausnahme klassierten sie sich immer in den ersten 4. Bis 2003 leitete Hubert Imesch die Senioren. Als kein Nachfolger zu finden war, starteten die Senioren im Herbst 2003 zuerst ohne Chef. Dann sprangen Hugo Gasser und René Millius ein. Hugo bekleidet seither das Amt des Seniorenobmanns. Auffallend ist, dass das Seniorenwesen im Oberwallis etwas an Interesse verloren hat. Selbst grösseren Clubs wie Visp und St.Niklaus gelingt es nicht mehr, immer eine Mannschaft zu stellen.

 

hinten links: Walter Wyer, Gabriel In-Albon, Anton Zeiter, Walter Ritz, Philipp In-Albon, Donald Albrecht, Urs Andereggen, Sippert Millius

 

mitte links: Gabriel Wyer, Richard Heldner, Rolf Heinzmann, Kurt, Kuonen, Fredy Margelist, Philipp In-Albon, Hugo Gasser, Andreas Truffer

 

vorne rechts: Renato Salzgeber, Louis Imstepf, Christoph Heinen, Paul Schnydrig, Hubert Imesch, Jean-Claude Wyssen

 

Schiedsrichter:

 

Die Schiedsrichter übernehmen im Fussball die wohl undankbarste Aufgabe. Ohne sie wäre aber ein Spielbetrieb gar nicht möglich. Stellvertretend für alle pfeifenden Idealisten ist dieser Abschnitt Renato Salzgeber gewidmet.

 

Als Schiedsrichterassistent erlebte er eine Weltkarriere. Renato spielte in den Junioren und in der ersten Mannschaft des FC Lalden. Nach einem kurzen Gastspiel als Spieler beim FC Steg meldete er sich 1983 als Schiedsrichter für den FC Lalden. Hier herrschte zu der Zeit einmal mehr akuter Schiedsrichtermangel. Nach der Schiedsrichterausbildung startete Renato eine Laufbahn als SR-Assistent: 1987 erstes Spiel in der NLB, 1990 mit Servette – Lausanne Debüt in der NLA. In der Nationalliga kam Renato auf rund 450 Einsätze. 1992 schaffte er es zum SR-Assistent der FIFA. Bis 2001 brachte es Renato auf 56 internationale Begegnungen. UEFA-Cup, Champions League so wie EM- und WM-Ausscheidungsspiele stehen auf dieser Liste. Zu seinen Highlights gehörten Schlagerspiele wie Frankreich – Spanien, Frankreich – England, Brasilien – Italien, Torino – Real Madrid, Portugal – Niederlande, Real Madrid – Sporting Lissabon, Juventus – Bayer Leverkusen. Der absolute Hit dürfte die WM-Ausscheidungspartie Argentinien – Brasilien in Buenos Aires gewesen sein. Im Mai 2002 beschloss er seine Laufbahn als SR-Assistent mit dem Schweizer Cup-Final GC – Basel. Seither pfeift Renato noch Spiele in der Regionalliga für den FC Lalden. Zudem betreut er seit vielen Jahren als Co-Trainer eine Mannschaft des FC. Bei den Senioren hilft er als Spieler bei Personalnot aus. Im Jahre 2000 wurde Renato in Anerkennung seiner Dienste zusammen mit seinen Schiedsrichterkollegen Renato Imboden und Michael Schaller zum Ehrenmitglied des SC Lalden ernannt.

Renato (Mitte) in illustrer Gesellschaft mit den französischen Weltmeistern Deschamps und Barthez und SR Urs Meier und SR-Assistent Laurent Rausis
Renato (Mitte) in illustrer Gesellschaft mit den französischen Weltmeistern Deschamps und Barthez und SR Urs Meier und SR-Assistent Laurent Rausis

 

2009 - 2019

 

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